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8. August 2017

lost place ...

verblasste blicke
blättern von kahlen wänden
gestrüpp wächst auf gebrochenen
schwüren
an den fensterscherben schneidet sich die
dämmerung ins abendrot
ein paar
vergessene worte
erzählen sich flüsternd
von uns
.

(thepoemist)


Foto: Hella Kiss


4. August 2017

Der Mohn ist aufgegangen ...


Der Mohn ist aufgegangen,
Die großen Blüten prangen
Am Stängel rot und klar.
Das Morgenrot sich zeiget,
Und aus der Wiese steiget
Ein leichter Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille.
Des neuen Tages Fülle
Stört meine Ruh noch nicht.
Die ersten Vögel singen,
Und ihre Lieder klingen
Im dämmrig zarten Morgenlicht.
Seht ihr den Mohn dort stehen?
Er ist jetzt gut zu sehen
Und leuchtet strahlend schön:
So sind wohl manche Sachen,
Die uns viel Freude machen,
Wenn wir sie mit dem Herzen sehn.

Marijke Bonim-Hauger, Leinfelden-Echterding

(nach Matthias Claudius’ Abendlied »Der Mond ist aufgegangen«)




Foto: Hella Kiss





3. August 2017

Wer bin ich ...


“Wer bin ich, wenn ich bin was ich habe, und dann verliere, was ich habe?”
(Erich Fromm)




Foto: Hella Kiss




22. Juli 2017

Einladung...


Nimm Platz
schau das Grün der Bäume
rieche den Duft der Blüten
lausche dem Gesang der Vögel
fühle die Formen des Lebens
genieße den Geschmack frischen Wassers.
Unsere größten Erlebnisse
sind nicht die lautesten
sondern unsere stillsten Stunden.

Jean Paul (1763–1825)





Foto: Hella Kiss






16. Juli 2017

Dem Leben vertrauen...


Am Morgen
aufwachen
ohne die Angst
etwas zu verlieren
ohne den Druck
vollkommen
zu sein
Nicht mehr
in langen Zeiträumen
denken
Dem Leben
seinen Lauf lassen
und offen sein
für die Überraschung
des Augenblicks

(Lilly Ronchettie)




Einen schönen Sonntag allen!



7. Mai 2017

1. Mai 2017

Frühling ...


:
querfeldein
streift der Frühling
durchs Land
stimmt ein Lied an
gegen Erstarrung
setzt Farb-Töne gegen das Trübe
zieht alle Register des Glücks
zupft die Saiten der Sonne
und singt
bis die hohe Hecke im Garten
erwacht im Grün

(Annemarie Schnitt)




 

24. April 2017

Das Wahre ...


Das Wahre gibt es nicht!
 Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens.

(Gustave Flaubert)






aufgenommen in Wroclaw - 2016 -







9. April 2017

Wie der Frühling leicht...


Wie der Frühling leicht
Sprisst ein Gefühl
In Dir
Wächst in den Himmel
Tränen trocknen
Glitzernd im Tau
Der erwachten
Erinnerung
Staunend gebiert
Leicht bebend
Die Frage sich
Was da entsteht.
Und lächelnd
Schmunzelt die
Erkenntnis
Dann ganz tief:
Es bist Du selbst
Das da
Nun in sich
Wächst.
Genieße Dich!

(Peter Pfaffenberger)




Heute ist so ein sonniger Frühlingstag ... genießt es!




27. Februar 2017

und wieder einmal...


und wieder einmal
ist es die hoffnung
die den wind
am abend beruhigt
und wieder einmal
ist es die stille
die mir von dir erzählt
und alles zum stürmen
bringt

© 2016 — Freitag ist Rosa



Foto: © Hella Kiss






10. Februar 2017

Hör nur, ...


Hör nur, wie sie wächst,
Sprache, die nur zwischen zwei Menschen existiert.
In der das Licht jedes Wort verhüllt, um es zu beschützen.

(Sami Kuci) 






29. Januar 2017

Leicht gesagt ...


Wenn man begriffen hat
dass Lieben wichtiger ist
als Geliebtwerden
ergibt sich das Geliebtwerden
ganz von selbst!
(Jörn Pfennig)










28. Januar 2017

Die Seele, ...



Die Seele, auch wenn sie schweigt, spricht sie. Wie ich aufs Meer hinaus blicke, so schaue ich zum Himmel hoch. Betroffen. Nah der Stille, nah dem Wort.
(Sami Kuci)









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